Unsere Stadt

In Großenritte wohnen fast 8.000 Einwohner, somit ist es der zweitgrößte von Baunatals Stadtteilen.
Bei einem Spaziergang durch den sehr facettenreichen Ort sieht man zum einen alte Fachwerkhäuser mit dem Charme des 18. und 19. Jahrhunderts aber auch die unterschiedlichsten Neubauten in den verschiedenen Baugebieten.

Die erste urkundliche Erwähnung von dem am Fuße der Langenberge gelegenen Stadtteils war im Jahr 1293 als „Kircrythe“. Bereits zehn Jahre später wurde der Ort auf einer Schenkungsurkunde des hessischen Landgrafen Heinrich „Grossin-Ritte“ genannt.

Der Ort, wie man ihn heute kennt, ist rund um die im Jahr 1512 errichtete Wehrkirche entstanden. Der gesamte Innenraum der Kirche wurde im Jahr 1959 vollständig erneuert – das originale achteckige steinerne Taufbecken aus dem Jahr 1640 und die hölzerne Kanzel, die im Jahr 1953 gebaut wurde, sind erhalten geblieben.

Die Entwicklung des historischen Ortskerns rund um die Kirche von einer landwirtschaftlich geprägten Gemeinde zu einem Wohnort für Arbeiter und Handwerker ist deutlich erkennbar. Dennoch sieht man in der Mitte des Stadtteils einige gut erhaltene Bauernhöfe, die teilweise heute noch in Betrieb sind. Außerdem gibt es zahlreiche alte Fachwerkhäuser zu sehen, die mit viel Liebe zum Detail und originalgetreu restauriert wurden. Rund zehn Minuten Fußweg entfernt sieht man das Gegenteil: Das energetische Muster-Neubaugebiet „Am obersten Heimbach“. Bereits im ersten Bauabschnitt Anfang der 2000er wurde nach den damals höchsten energetischen Standards gebaut. Beim zweiten Bauabschnitt, der im Jahr 2015 fertiggestellt wurde, war die Unterbietung der energetischen Standards eine Bauauflage, daher Musterbaugebiet.

Vereinsleben in Großenritte
Die Vereinslandschaft in Großenritte ist vor allem durch den 1.500 Mitglieder-starken-Verein GSV Eintracht Baunatal geprägt, der sich in 16 Abteilungen aufteilt. Unterhalb der Langenberge ist der Verein zuhause. Der Sportplatz (Langenbergkampfbahn), die Kulturhalle und die Langenberghalle werden an jedem Nachmittag von den unterschiedlichen Abteilungen für Trainingseinheiten und Wettkämpfe genutzt.
Aber nicht nur beim Sport kommen die Großenritter zusammen: Ein besonderes Highlight ist in jedem Jahr auch die Kirmes auf dem Festplatz an der „Alten Schule“, die von den Großenritter Kirmesburschen und -mädchen organisiert wird.

Mit besonders großen Augen schauen die kleinsten Großenritter schon seit vielen Jahren den sagenumwobenen Hünstein an, der direkt vor der gleichnamigen Kindertagesstätte steht. Den Menhir, so sagt man, hat ein wütender Riese vom Hirzstein aus geworfen. Er sollte eigentlich in Kirchbauna landen, verfehlte allerdings sein Ziel und der Stein, auf dem ein riesiger Handabdruck zu sehen ist, landete in Großenritte. Dort bewundern ihn die Kids bis heute und die Sage wird von Generation zu Generation weitergetragen.