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Guntershausen - das Eisenbahnerdorf an der Fulle

Das idyllisch an der Fulda gelegene Guntershausen ist der kleinste von Baunatals Stadtteilen. Erstmals wurde der Ort im Jahr 1107 urkundlich erwähnt. Über Jahrhunderte hinweg galt Guntershausen als ein kleines Bauerndorf. So wurden beispielsweise im Jahr 1458 ausschließlich fünf Höfe im Ort gezählt. Mittlerweile leben in dem Stadtteil, der sich über beide Seiten der Bauna an ihrer Mündung in die Fulda erstreckt, rund 940 Baunataler.

Ortsbildprägend ist in Guntershausen die große Eisenbahnbrücke, die bereits im Jahr 1848
fertiggestellt wurde. So wurde das Dorf Eisenbahnknotenpunkt zwischen den großen Handels- und Messezentren in Leipzig und Frankfurt am Main. Um die 238 Meter lange Brücke im Krieg verteidigen zu können, sind zwei Flaktürme errichtet worden. Sie stehen noch heute oberhalb des südlichen Fuldaufers und sollen an die Zeit des zweiten Weltkriegs und dessen verheerenden Auswirkungen auf die Region Kassel hinweisen. Allerdings sprengten die deutschen Truppen im Jahr 1945 im Krieg selbst einen Teil der Brücke, um den Feind aufzuhalten. Dieser Teil wurde wiederaufgebaut und konnte im Jahr 1952 freigegeben werden.

Der Bau eines seinerzeit prachtvollen Bahnhofsgebäudes wurde 1955 abgeschlossen.
Wegen seines klassischen Grundrissaufbaus und den im Kontrast stehenden Details, wie beispielsweise den Rundbogenfenstern mit aufwändigen Fenstersprossen, gilt das Bahnhofsgebäude aus künstlerischen, geschichtlichen und städtebaulichen Gesichtspunkten als Kulturdenkmal.
Die Geschichte des Stadtteils kann man auch auf dem rund 4,7 Kilometer langen ECO-Pfad erkunden. Er bietet nicht nur einen tollen Einblick in die lokale Geschichte, sondern auch einen abwechslungsreichen Spaziergang durch den alten Dorfkern und entlang des Fuldaufers.